| Informationen zur Nuklearmedizin
Unter Nuklearmedizin (Szintigraphie) versteht man den Einsatz von radioaktiven Stoffen zu Untersuchungs- oder Behandlungszwecken.
Im allgemeinen wird die Untersuchungssubstanz in eine Armvene gespritzt, sie verteilt sich über den Blutweg im Körper und sammelt sich je nach Art der verwendeten Substanz in unterschiedlichen Organen an. Mit einer Spezialkamera (Gammakamera) können Aufnahmen dieser Organe gemacht und Erkrankungen erkannt werden.
Da die Strahlendosis bei nuklearmedizinischen Untersuchungen gering ist, gibt es keine wesentlichen Einschränkungen. Da verwendeten Substanzen werden rasch vom Körper ausgeschieden und zerfallen zudem rasch, sodass meistens schon am Tag nach der Untersuchung keine nennenswerte Strahlenmenge mehr im Körper vorhanden ist. Während einer Schwangerschaft sollten Untersuchungen mit radioaktiven Substanzen allerdings unterbleiben.
In unserem Zentrum werden alle gängigen nuklearmedizinischen Untersuchungen angeboten. Hierzu gehören:
- die Untersuchung der Schilddrüse (Schilddrüsenszintigraphie)
- die Untersuchung des Skeletts (Knochen- bzw. Skelettszintigraphie), sowohl in unterschiedlichen Stoffwechselphasen, als Ganzkörperdarstellung und mit zusätzlichen Schichtaufnahmen (SPECT-Technik)
- die Untersuchung des Herzmuskels (Myokardszintigraphie) zur Erkennung von Durchblutungsstörungen der Koronargefässe (koronare Herzkrankheit)
- die Funktionsszintigraphie der Nieren, wichtig bei Funktionsstörungen der Nieren oder bei Abflussbehinderungen der Harnleiter
- die Lungenszintigraphie, eine nicht belastende und sehr zuverlässige Untersuchung zur Erkennung einer Lungenembolie
- die Untersuchung des Gehirns (DAT SCAN) bei Verdacht auf M. Parkinson
Daneben können Sie auch Spezialuntersuchungen durchführen lassen:
- die Entzündungsszintigraphie
- die Speicheldrüsenszintigraphie
- die Nebenschilddrüsenszintigraphie
- die Ösophagusfunktionsszintigraphie
- die Lymphszintigraphie
Wenden Sie sich mit Ihren Nachfragen an unsere Anmeldung: Tel. 089 - 896 0000.